SÜFFA 2018-Neuheit: Hebevorrichtung für Handwerksmaschinen

Sprengmeister, Dachdecker und Gleisbauer leben gefährlich. Das ist leicht nachzuvollziehen, denn schließlich können sie sich in die Luft sprengen, vom Dach fallen oder von einem Zug erfasst werden.

All diesen Risiken sind Metzger – zumindest im Rahmen ihrer täglichen Arbeit – zwar nicht ausgesetzt aber das Hantieren mit scharfen Messern und insbesondere die hohe körperliche Belastung machen diesen Beruf dennoch zum Risikoberuf.

Die Maschinenfabrik Seydelmann KG verfolgt konsequent das Ziel, alle Vorteile der Industriemaschinen auch auf die Handwerksmaschinen zu übertragen, um das Arbeiten in der Wurstküche so effizient und ergonomisch wie möglich zu gestalten.

Hebevorrichtung hochgeklappt

Die neue Hebevorrichtung ist für die gängigen Euronorm-Fleischkisten (E1, E2, E3) ausgelegt und eine Zusatzausstattung für Kutter und Wölfe. Die Behälter werden gestapelt auf einem Rollwagen in die Hebevorrichtung eingefahren. Durch Aktivierung des Knieschalters am Kutter oder Druckknopfs am Wolf werden die Kisten nacheinander auf Arbeitshöhe angehoben. Die Hubhöhe entspricht dabei der Kistenhöhe, die individuell festgelegt werden kann. Nach erneuter Aktivierung fährt die Hebevorrichtung weiter hoch, damit die nächste Kiste komfortabel in der Arbeitshöhe abgenommen werden kann.

Dies verbessert die Ergonomie für den Bediener elementar – stehend und mit geradem Rücken können die befüllten, schweren Fleischkisten in die Maschine gegeben werden. Gleichzeitig führt diese Arbeitsweise zu einer Zeitersparnis.

Sobald alle Kisten verwendet wurden senkt sich die Hebevorrichtung ab und der nächste Stapel kann eingefahren werden.

Wird die Hebevorrichtung nicht mehr benötigt, kann die Wagenaufnahme nach oben geklappt werden. In dieser Position ist sie arretiert und der Platz vor der Maschine frei.

Mit dem Ansatz, das Arbeiten in der Wurstküche so effizient und ergonomisch wie möglich zu gestalten, will die Maschinenfabrik Seydelmann KG auch dazu beitragen, die Attraktivität des Berufs Metzger zu steigern, um so der Nachwuchs- und Nachfolgeproblematik in diesem Berufsstand entgegenzuwirken.